Stammzellennahrung
„Das Gott Vertrauen“
Das meiste was du im Leben hast erreicht, ist gar nicht daß, was du dir selber hast gemacht.
Das Leben hört nicht auf wenn der Nachschub stockt. Singen die Engel dir das Salve, dann ist Stopp.
Leise streicht der Wind über die Wipfeln. Das Leben so ist, wie es normal so ist, du es bist.
Erst wenn der Wind dich biegt. Die Bäume sich wiegen. Dann erst fordert dich das Leben, tu es leben.
Ein jeder noch so starke Wind, nicht gleich zum Sturme wird. Der kleine Luftzug zeigt dir, ob sie hält, deine Tür.
Mach fest dein Haus mit Vertrau’n. Erst dann wird des Leben auch auf dich mal schau’n.
Da Woiddichter
„Das Gute in dir“

 

„Das Gute in dir“
Die Zeit, ich tu sie mir borgen. Tu mich nicht mehr sorgen, denn der Morgen wird für das Seine sorgen.
Nicht alles ist selbstverständlich, doch darf ich es hoffen, die Welt ist offen und verständlich?
Das Gute geht schneller wieder, wie es kommt. Verlassen das Herz, heftig der Schmerz.
Eintönig ist und matt, wo das Leben Schatten hat. Hoffnung schwindet, wo das Leben dich hindert.
Mach offen den Schrein, siehe, was er verbirgt. Ist offen die Sicht, das Gute seine Taten es nicht Verzicht.
Da Woiddichter
„De Ruah im Stoa“

 

„De Ruah im Stoa“
Drei Stoa lieg‘n im Woid auf‘n Roa. I bin ganz alloa, dua mi sitz‘n auf oan vo de Stoa.
D‘sonn hod’n warm g’macht an Stoa. I denk, i dua länger sitz‘n auf dem Stoa.
Wia i so sitz auf dem Stoa, vogiss i de Zeit. Schau eine in Woid, wia D‘natur sich macht sei nei‘s Kleid.
Blas weit auf meine Nüstern, hoi ma a Nas’n voi vo dera angenehm frisch‘n Pries und i mi ganz vergiß.
A kloan’s Verserl schreib i no in da Stille. Weit weg vo da laut‘n Welt, find’st oft de Stille, de dir fehlt.
Spät is woar‘n, i muaß iatz geh. Es werd scho leicht Dumper, und i hob no a Stückerl zum geh.
Da Woiddichter
„Der Sämann“

 

„Der Sämann“
Wird der Mensch es endlich begreifen, das wir dem Sämann gleichen?
Wir säen, aber das was daraus wächst, bekommt man nicht auf Erden dargereicht!
Ein Fenster es ist gleich, was offen ist. Mach es niemals zu, weilst sonst verloren bist und ohne Ruh.
Das eine ist dir gewiß, keiner mehr wird mehr um dich freien. Verlassen bist in der Zeit, drunten, ohne Heil.
Bedenke, was bringt dir die kurze Zeit die du wandelst in der Zeit. Vergiss deshalb nie die Ewigkeit.
Stet’s unruhig bist in deinem Sein. In der Unruhe gefangen, tust martern dich mit jeder Kleinigkeit.
Tu das was dir bringt in der Seele dein Heil, dort, wo du bist niemals mehr allein.
Hier auf Erden, ist es das Werden, was dich zweifeln läßt? So du es willst, wirst dich wiederfinden bei den ewigen Herden!
Da Woiddichter
„Sinnier‘n, oder ned sinnier‘n“
Manchmoi, do suacht da Tog sein Tog. Kannst es draah und wend‘n wiast wuist, nix guit.
Anderweitig dua i spekuliern, wo‘s i wui? Oba, bevor ebb‘s passiert, dua i liaba gar nix woi‘n.
No dua i weida sinnier‘n, zerbrich mia mein Kopf, i hoff, i griag‘n wieder frei mein armen Kopf.
I armer Tropf, so unverhofft in‘s Leere mi hab g‘hockt. Iatz bin i da Underdog, wo‘s i ned hab g‘hofft.
Iatz muaß i schau‘n, wia i des wieder bring in‘s Lot. Es is ja a so, und des is scho moi guad, dass ned oiwei is a so!
Da Woiddichter
„Den Weg, das Ziel, ich werde ihn schaffen“

 

„Den Weg, das Ziel, ich werde ihn schaffen“
Willst du im Leben etwas erreichen, dann stecke dir ein Ziel. Geh zielstrebig voran, lass los was dich hindert, sei immer fleißig, stet’s agil.
Geh es behutsam an, verliere es nie aus den Augen. Lass aber immer rasten dein Herz, mach Pausen. Den klaren, reinen Gedanken tu fassen.
Weint auch mal dein Herz, deine Seele verletzt, vergiss nie, die Hoffnung stirbt zuletzt. Geh deinen Weg, die Zeit auch vergeht.
Gar oft dich überwinden mußt, das lachen nicht vergessen hast. Weil wer gern lacht, die Achtung hat. Sei immer bestrebt, geh den geraden Weg.
Vertraue deinem Mut, deinen Humor, auch wenn es noch so rumort. Am nächsten Tag die Sonne wieder scheint, der Tag wieder für Ruhe in deinem Herzen sorgt.
Da Woiddichter
„Wenn das Innere zu dir spricht“
Höre was dein Gefühl dir sagt. Wenn dich auch so manches plagt, du aber trotzdem nicht verzagst.
Ein Gedicht so schön und zart, es der Mutter sagst. Durch Wolken es dringt, sie ihre Hilfe nicht versagt.
Lass erklingen das Wort, es dem Bösen gibt keinen Hort. Dort, wo ist des Menschen Wort.
Das Gehörte ersetzt das geschriebene Wort. Es bricht das Schweigen, das Gute wird zeigen.
In der Stille wird es verfasst, manchmal ohne Rast. Horch rein in die Stille, höre der Seele Wille.
Tief in mir drin ist das Wort. Ich höre jede Silbe, wo die Seele sich sorgt. Im Innern steht es geschrieben, der ewige Friede.
Da Woiddichter
„Denn se wiss‘n wo‘s doa‘n“

 

„Denn se wiss‘n wo‘s doa‘n“
Jede Partei de mit dene sympathisiert, de des neie Infektionsschutzgesetz für Deitschland mid dem Tausendsassa ausg‘heckt hat, is in Bayern ab sofort nimmer tragbar.
Irgendwann is guad, und irgendwann bricht‘s, und dann habt‘s a wirkliches Problem! Und ar a traditionsreiche bairische Partei soi’s ned übertreim, dem Hallodri D‘schuhbandl schnürn.
Eh‘s könnt‘s ned in de Bierzelter ummananda schunkeln, an Herrgott an guad’n Tag abg’winna, und im Herbst doat‘s wieder oi’s in Zwinger?
Dahoam wieder im Dunkeln sitz‘n, und im Winter in Deck’n eine wickeln? Mask‘nzwang wieder überall? Ned grad in Innenräum, a wieder in da Arbeit? Des Testen g‘hört dazua, wa mia hamma ja no g‘nua?!
Sagt‘s amoi, wia bleed seit‘s eh‘s überhaupt? Lasst‘s eich weida am Nas‘nring durch de Manege führ‘n wia a Bume, ohne dass Grummelt‘s!
Traurige Vorstellung de i do seh’g. Lauter Eseln nur no in da Manege!
Eh‘s is no ned Gesetz, woi oba scho aufg‘setzt. Und wo‘s scho durch‘n Drucker is, zoagt früher oder späda sei G‘fries. Des oane is eich oba g‘wiss, seit‘s in Europa alloa, habt‘s den Schaden, des is G‘wies!
Da Woiddichter
„Des Beste kommt am End“

 

„Des Beste kommt am End“
Des beste am Tag is, wenn’st auf D‘nacht sag’n kannst, dass da Tog ganz guad nacha verlauf‘n is, trotz da Kris‘n.
Das de Weijd soweit in Ordnung is, zumindest wo’s des persönliche Empfinden is und g‘sund nacha bist!
Scheene Zeit’n erlebt hast, frei warst und weit davon entfernt, dass a so war, wia‘s iatz nacha a so is.
Es geht hoit nix, so mir nix dir nix. Wo ma sag‘n kann, es wird ois wieda a so wia’s war, ohne Kampf.
Glücklich der der Zuversicht hat, wo da andere de Hoffnung scha verloren hat.
Eh’s erfordert a gewisse Kunst, malst dir deine Welt bunt. Schau ma moi wia‘s wird, dua de ned genier‘n.
Schau, na wirst den s‘pürn, der bis jetzt immer gangen is mit dir dein Weg. Er werd’n weiter mit dir geh‘n.
Er werd dich hoit’n nacha bei da Hand. Werd dir geb’n des Geschenk, des Habitat wo dei Name prangt.
Da Woiddichter
„Die kleine Prinzessin“

 

„Die kleine Prinzessin“
„Gewidmet meiner Enkeltochter Leonie“
Tu es walten das kleine Glück, damit ihr kleines Herz alle Tage lacht, ihr Lachen uns glücklich macht.
Sei sorgsam in der Pflicht, so ist es gerecht, die Seele im Glück. Unsere Liebe sie verzückt.
Lieblich ihre Stimme sanft erklingt, ihr Liebreiz in unsere Herzen dringt. Dein Herz vor Freude springt.
Deine ganze Liebe gib dem kleinen Kind, und es wird frei sein von allen Schmerzen, allem Grimm.
Sieh in ihr immer nur das kleine Herz. Mit all deiner Liebe, mit all deinem Stolz, und ihr Glück ist voll.
Da Woiddichter
„Gefangen in der Zeit“
Dunkle Wolken über unserem Land. Ja ich sehe diese und es ist eine Schand!
Noch nie in meinem Leben habe ich so gefühlt! Unruhig sind die Zeiten, sind alle verrückt?
Die Zeiten heute, sie gleichen sich mit jenen, wo die Geschichte sich hat verpflichtet, sie zu verdrängen?
Meine Seele, sie hortet das Wissen. Sie spricht in ihrem Leid! Ich horche, und bin gefangen in der Zeit!
Was mich frösteln läßt in dieser Zeit, es sind die Herzen, sie sind aus Stein. Mein Land, es weint.
Da Woiddichter
„Der Baum des Lebens“

 

„Der Baum des Lebens“
Wir sind nicht alleine auf dieser Welt! Es gibt die Hoffnung, es einen neuen Anfang gibt und die Welt wird wieder hell.
Ohne Licht wandern wir durch die Welt. Jedes Hoffen ein Licht am weiten Horizont. Der Wind des Wandels, der Hoffnung Quell.
Der Mut nicht zu verzweifeln. Die Menschen die du liebst nicht zu verlieren. Daß alleine gibt dir Kraft, dass alles was ist, zu ignorieren.
Der Baumstumpf arg schaukeln wird, am Anfang jeder Trift. Der Baum des Lebens bringt dir das Licht. Doch jeder Baum geht wieder dorthin, wo er seine Wurzeln nahm.
Pflanzen wir also einen neuen Baum, der gute Früchte trägt. So werden wir die Hoffnung weitergeben, auch wenn das Leben eines Tages vergehen wird.
Da Woiddichter
„Das Glück, tu es hüten“
„Gewidmet allen Vätern dieser Welt“
„Schönen Vatertag“
Jeder ist sich selbst seines Glückes Schmied. Schmiede es, so lange es glüht. So kannst du es formen zu deinem Glück!
Finde das Glück, hüte es wenn du es hast, weil wenn du es verloren hast, so schnell nicht wieder darauf ist Verlass.
So sehr dich manchmal das Leben drückt, das Glück oft auf deiner Seite ist. Vergiss es nicht, und hüte dich, es als selbstverständlich dir gibt.
Alles handeln, alles tun. Es scheint oft so einfach zu sein. Doch das Leben dir zeigt, es zwei Seiten hält für dich bereit.
Da Woiddichter
„Der verwilderte Garten“

 

„Der verwilderte Garten“
Es steht a Bankerl in mein Gart‘n, do werd i mi setz‘n. Sitz me hi, und dua de Zeit vergess’n.
A stilles Eck, wenn i schlaf, werd i ned g’weckt. Nur da Amsel monotoner Sing Sang, stiller Klang.
Oba‘fahr‘n nach da Arbeit Müh. Tu verweil‘n, es gibt der Tag sei Ruah und hör den Vogerln zua.
A Blumenbeet, ach Gott, welch liebliche Zier. Dua Kreitabusch‘n bind‘n, und tringa gar oft a kühles Bier.
A Unruh de im Innern is, fahrt aussa, wenn du in da Stille bist. Im stillen Eck dei Ruhe findst.
Bunt soi a werd‘n da neie Gart’n, wia an Regenbogen sei Kleid. So, dass des Herzerl g‘freit, allen Sorgen frei.
Sitz mi eine in mei staades Eck und dua schau’n. Da Friede kehrt ein, wo i mid mein Glück bin allein.
Da Woiddichter
„Der Tag suacht des Heil“
Schee langsam mei G‘miat werd ledig! So manch Tag den kannst dir schenk’n, den braucht koa Mensch. Is besser wenn‘st na vodrängst.
Werd Zeit, dass der schiache Stern, der do drob’n am Firmament steht, in a andere Richtung schwenkt! Des Schicksal kriagt, a andere Wend.
Dua mei Sach so guad wia‘s grod geht, es is koana frei vo Fehler. Nur der macht koane Fehler, der gar nix duat, Fehler bei de andern suacht.
De besten Lehrer de wost kriegst, san deine eignen Fehler de wo du selber findst. Mach‘s nächst moi besser, und du g‘winnst.
Nur des oane is g‘wiss, und des woaß i woi, untagriang lass i mi need. Eher geht de Sonn im Westen auf, was i mir ned wünsch’n tät!
Is da Morgen wia alle Tag und de Sonna im Osten suacht sein Tag, dua i mir koane Sorg’n macha, dua mia nur oans lacha!
Da Woiddichter
„Brot und Spiele, so brech ich des Bürgers Wille“

 

„Brot und Spiele, so brech ich des Bürgers Wille“
Was wäre wie, was wäre wenn? Das ganze Geschachert fördert nichts anderes als euer kollektives End.
Seit ihr noch bei Trost, seht ihr nicht das Gespenst, dass schon über euren Türen hängt!
An eurem Ende seit ihr ganz allein. Es wird keiner mehr sagen,“ Bruder, Schwester, komm herein!“
Wo die Weitsicht das Prisma bricht, doch die Linse zerbricht. So wird es sein, wenn der Knall in euren Ohren hallt.
Wieder fallt ihr dem Anheim der euch ein falsches Bild serviert. Der, der nur nach Profit giert.
Eure Kinder werden euch verfluchen, tut ihr die Vergangenheit wieder suchen, erneut kuschen!
Traurig ist nur, dass die mit 1er Abitur, und Studium pur, auch nicht schauen auf die Uhr.
Was hat die Stunde geschlagen, und wir es wieder wagen? Nur versagen, und nichts hinterfragen.
Da Woiddichter
„Da Lenz ist da“

 

„Da Lenz ist da“
D‘natur schau naus, sie bricht jetzt aus. Is oiwei schee zum schau‘n.
Bleamal blühn und da Wald werd grün. Vogerl pfeifen ihr tirrilii, schau’n, wo sich a Weiberl find.
D’viecherl im Wald, se san vom Winterschlaf erwacht. Es kräucht und fleucht, ihr Herz sich freut.
Der Menschen Seele de Sonne nacha suacht. Auf, auf, geht’s naus, in des Mutter‘s Haus.
Da Lenz, es is da Natur Zeit, sie is wieder bereit. Jeder Ast fröhlich gen Himmel zweigt.
De Erd, schau, wia as se verwandelt. Stet‘s bemüht, guat is für‘s Gemüt. Da blaue Planet, sich ewig dreht.
Da Kreislauf da Natur, gar oft is stur, oba foigt oiwei nur seiner inneren Uhr.
„Fragen der Liebe“
Verwurzelt sein, jetzt oder nie? Verliebt sein, jetzt, ja oder nein?
Der Sinn nach Liebe, läßt es dich hoffen für ein erfüllteres Sein?
Wird die Wurzel faulen, oder sprießt der zarte Keim, der dir sagt, herein?
Wird die Illusionen zur Übermacht? Sich verflüchtigen über Nacht?
Liebe, verfrachtet sie dich in den Himmel des Licht‘s?
Helle Farben, oder unendliches Darben? Die Angst zu versagen?
Die Liebe im Herzen, wird sie dich schmerzen? Oder dich herzen?
Lässt du es geschehen um zu wissen, ob das Glück dich wird küssen?
Der Fundort ist in den Herzen! Es ist der Platz, der dir eine Heimat schafft.
Da Woiddichter
„Der Muse lieblicher Klang“

 

„Der Muse lieblicher Klang“
Alles Drängen, alles Ringen, und doch will es nicht richtig gelingen! Der Klügste tut es richtig, er wird dem anderen einfach ungemütlich.
Der Tüchtige braucht seine Ausgeglichenheit, denn wenn er hat Stillstand, fährt er nicht selten an die Wand.
Alles hat seinen Gang, egal ob mit oder ohne Drang. Suche dir deshalb die Muse, und du verspürst niemals den Zwang!
Schau in dein Innerstes, schau genau ob da nicht was ist, was in der Zeit vergessen ist. Es zeigt dir wer du bist.
Offenbart es sich, dieses Gesicht, wird es hell. Es zeigen sich Umrisse vor deinem Gesicht. Tu es walten und gestalten, so wird es sich halten.
Es sprudeln die Wörter in dir, wie der Sinfonien Klang. Der Takt wird es richten, wie die Melodie klingt alsdann!
Da Woiddichter
„Zum Marienmonat Mai“
„Salve Regina“
„Zum Marienmonat Mai“
„Salve Regina“ 
Wenn das Herz krankt, Muatta huif, wa iatz brauch’ma dei Hand.
Dua uns hoit’n in schwaara Stund, daß ned werd’n de Herz’n no mehra wund.
Grad iatz Muatta, so hirt is de Zeit, bist zum Helfen bereit? Huif uns Muatta, in so schwerer Stund.
Sprich, o Muatta uns guad zua, no san de Herz’n wieda guad. Zum Leb’n hamma wieder an Muat.
A jed’s guade Wort, o Muatta, is bessa wia an Doktor sei G’wand. De Seele g’sundet und is nimma krank!
Hoit an Buam sein Arm, lass’n ned foi‘n. Vielleicht kann de Weijd vergessen ihr Weh, wenn’st de Herz’n bewegst.
D’leit nacha sag’n:,, Ohne di Muatta, waar’s ned ganga.“ Für des Muatta, wui’ma uns bei dir bedanga.
Da Woiddichter
„De ander Seit‘n vom Sein“

 

„De ander Seit‘n vom Sein“
Fia wo‘s werd i ollerweil wo‘s schreim, dua oft de Zeit berei‘n. Wann i des, wo‘s mia mei Seei sagt in Worte fass.
Sie spricht ohne unterlass beim Tag und bei da Nacht, und i bin wach. Sie duat des Unheil belicht‘n, und moant, i soi‘s bericht‘n.
Nur da Wahrheit wer’n zuag’sperrt de Tür’n, gar vui woin’s a gar ned hör’n. Es is koa guade Zeit, wenn‘st es sagst, des Unheil vo da Zeit.
De Weijd oba, sie werd eich nix mehr schenga, bis kimmt der, der de Zeit werd teil‘n. Des Unheil beim Namen nennt, und zu Paaren treibt.
Späda wern’s dann sag’n, wia konnten wir’s wagen, des Unheil mitzutragen? „Vergesst‘s nia ned de andere Seit‘n, de is ned blind. Siehgt ganz genau, wia de Menschheit spinnt.“
Da Woiddichter
„De G‘sundheit vo da Weijd, is oi‘so doch abhängig vo eurem dreckig‘n Geld“

„De G‘sundheit vo da Weijd, is oi‘so doch abhängig vo eurem dreckig‘n Geld“

Habt‘s jetzt wieder wo‘s, eh‘s G‘schwerl vo da Organisation, wo‘s wieder abkassier‘n könnt‘s vo jeder Nation!
Vorne weg, good old Germany, mid sein lautesten Sprachrohr. I hoff, er werd vorher durchgecheckt?
Des oi‘s is scho arg seltsam, weil ma vorher no nia ned wo‘s g‘hört ham. Von wegen, du bist krank, bist eig’sperrt wieder moi Dahoam?
So werd‘s wieder wer‘n, verdammt, wenn ma de Genossen ned verbannt! Eahrane Geisteskrankheiten san ewig lang.
Sagt‘s a mal,“ habt‘s eh‘s koa Probleme?“ Ihr seit‘s weiter so g‘schert, und doat‘s wieder testen ohne Wert?
No mehra Plastik Abfall? Könnt’s den iatzig‘n nimma dazoih‘n mid eian virtuellem Geld. Des andere is eh nix mehr wert in da Weijd.
Weltweite Tragweite, ja, des Hirnlose tragt‘s zur Schau bei jeder Nachrichtenschau. Doat‘s eich gebärd’n wia a eitler Pfau!
Nenn ma‘s doch moi beim Namen? A jeder Aff dad sich schamen, dad er a Krankheit nenna nach „seinem“ Namen.
Da Woiddichter
„A Traum der zur Wirklichkeit werd?“

 

„A Traum der zur Wirklichkeit werd?“
A Stückerl vom Leb‘n is des recht, wenn ma des duat, wo‘s ma hoit so gern duat. Oda is des Recht nur bei dene, de wo eh scho san auf da groß’n Bühne?
Wo’s i so gern dua is des, wenn i an Buachstam suach. An Buachstam, den vui nacha seh‘n. So nach dem Motto,“ hast du des g’les’n, hast des g‘seh‘n?“
A moi sag‘n können:,, Des is iatz koa Traum!“ Gar oft bin i in an Traum, und moan, i dearf’s glaub’n. „Es is no a Traum, oba i werd weiter meiner Intuition vertrau’n, des dearfst glaub‘n.“
Da Woiddichter
De himmlische G‘moa, bist nimma alloa“

 

De himmlische G‘moa, bist nimma alloa“
Jeder griagt a moi sei gerechte Straf. Koana kimmt eahm aus, a wenn er moant, es nimmt eahm aus. S’letzte Wort da ewige Richter hat.
Gar vui san’s, griang no a letzte Chanche. Es is da Barmherzigkeit Plan, de letzt‘n de erst‘n san. Koana is g‘foi‘n, bevor na ned da Teife hoid.
De, de scho oiwei koan Herein gar nia ned ham g’habt, fia de is drunt‘n da letzte Platz. So nach dem Satz,“ du hast es dir ja selber so g‘macht.“
Sofern da Richter koa Ein’seh’n gar nie nicht hat, fahrt hoit da Zug dahin, wo is dei Platz. De Endstation, ned Wunderland hoaßt.
Fia gar wenige, aber ned vui de Glückseligkeit des scheenste G‘fui is, de Engel des Urteil ham g‘fällt fia di. Unschuldig, im Sinne da Anklage bist!
Da Schatten aus da Seele weicht, dearfst eine geh in‘s himmlische Reich. Ewig da Zuastand is, wo‘st iatz nacha bist.
Fia den Oana a so, fia de Andern a so. A jeder wia er‘s verdient sich im Leben hat. A jeda is selber seines Glückes Schmied!
Des letzte Wort, es ist dein ewig Hort. Und koana kann sagen:,, Naa, des war nia ned a so.“ Da ewige Rat sagt,“ a so und ned anders war‘s.“
Da Woiddichter
„Hoamat“
„Hoamat“
Da Boarisch Woid, a Naturg’woit, de ewig hoit. Des guade in da Natur, sie is no pur.
Da Herrgott hod an guad’n Tag g’habt, wia er sich des Fleckerl hat erdacht.
Doat‘s eh‘s hüt‘n eier Natur es is a b’sonders Guat, seit‘s auf da Hut.
Nur oamoi is do, de Natur. Is zuschand’n g‘macht, du in dera Welt nimmer lachst.
Mit Wehmut stehst oben auf dessen Zinnen, schaust obe und duast dich besinnen.
D‘hoamatliab nia ned von dir geht, sie is im Herzen stet‘s. Wenn‘s von dir geht, is Herzerl weg.
Dua verweilen hoch drob‘n, do wo da Herrgott am Gipfel steht, und dua sprecha a Gebet.
Es rinnt a Träne über dei Wang. Es is a Zähr ohne Zwang. Da Herrgott gibt das wieder in dei Hand.
Da Woiddichter
„Verzeihen erfordert großen Mut, er findet in der Seele sein Gut“

 

„Verzeihen erfordert großen Mut, er findet in der Seele sein Gut“
Der Deutschen Gesinnung dunkler Fleck! Ein Satz, er erfüllt den Rest. Hörer findet nur der Unverstand, es horcht, es lauscht, und dann petzt.
Der andere dich nicht mehr schaut, weil der eine Satz ihn hat vergrault? Im Unmut gesagt, alles gewagt. Des anderen Ohr hat es IHM gesagt.
Wohl aber kein böses Wort war die List, soviel zur Gesinnung es spricht. Der Deutsche, wenn er was spricht, dem anderen es in der Leber sticht.
Gedanken sie sind fern. Verzeihen haben diese gänzlich verlernt. Immerzu zu Kreuze kriechen, es der andere im Herzen auch nicht sucht?
Die arge Pein dein Herz erdrückt. Frieden ist der Welt entrückt, es gibt kein zurück. Offen ist die Wunde, in der Seele sie drückt.
Hoffnung, nie erlischt. Der Stern sich dreht? Sein heller Glanz den Kummer verweht? Alles, alles kann vergeh‘n, wenn wir es uns ersehnen.
Da Woiddichter
„Der stumme Schrei“

 

„Der stumme Schrei“
Das geschriebene Wort überdauert diese geschundene Welt und das Wort erwacht in einen Augenblick zu einem neuen Morgen.
Halte es fest, das Wort, so wird selbige beseitigen die dunkle Seite der Nacht, und du erwachst am Morgen, ohne Sorgen.
Das Licht am Ende des Korridors, es prangert das Wort im hellen Schein. Kannst du es lesen, es zeigt dir den stummen Schrei.
Gebückt wirst du einst gehen, geplagt durch zu viele Weh. Geh, gehe deinen Weg, auch wenn dieser voller Steine ist.
Da Woiddichter
„Woarum des in Bayern ned anders is, oi‘s im Rest vo da Republik“

 

„Woarum des in Bayern ned anders is, oi‘s im Rest vo da Republik“
Mit da hart‘n Mark hat des System funktioniert, weil de ganze Welt g‘wußt hat wo‘s wert is de Mark. Durch‘s Wirtschaftswunder war ma stark.
De deitsch‘n Hiarta ham mit Argusaug‘n g‘wacht über de guade Sach. Nix is verhandelt word‘n, wo‘s ned g‘habt hat an goldenen Boden.
Mid’n Euro ham‘s oi‘s in an Mixer eig‘worfen, und so lang g‘mixt, bis a Gummi word‘n is. Des dumme nur is, a Deitscher hat wieder des Unheil beschwor‘n, hat erfund’n des unheilige Füllhorn.
De ned so hart‘n Währungen ham‘s in‘d läng zoing kinna, bis nimma g‘riss‘n sind. Nur, da Euro is schee langsam word‘n Butterweich! Am End oiwei wenga an Wert hat zeigt.
Da Depp hat oiwei weniger griagt für sei hart verdientes Geld. Obwoi a g‘habt hat oiwei mehra vo dem Monopoligeld. Nimma lang, und eh‘s fliagt davon des laare Zelt.
Und hat er sich was vom Mund obag‘spart da kloane Maxal, no hat a no hanebüchene Neb‘nkosten zoih’n dearft für sei Sachal. Es is nimma g‘wachs‘n von da an sei Sackerl.
Iatz ko se des kloane Gesinde sei stilles Heim nimmer leist’n. Weil de, de wo de Kloana immer ham g‘schröpft, a do no b‘scheiss‘n. Im Winter frier‘n, im Sommer an de Aff‘npock‘n krepier‘n.
Es is wia des berühmte Kart‘nhäusl. Kimmt da kleanste Wind, is des ganze im Wind gar G‘schwind. Wes geistes Kind, doch g‘wisse Damen und Herren sind?
Da Woiddichter
„Da sichere Hafen“

 

„Da sichere Hafen“
An sicher‘n Hafen soi ma moana, könntest hab’n? In Deitschland doan‘s damit scho sparen!
De Grenz nach Innen werd nimma g‘sichert, a de bairische is nimma sicher.
A Frist is g‘setzt, ausserhoib vom G‘setz. Wo‘s einakimmt, is a Gewinn? Ja varreckt!
„Wia D‘heischreck‘n kommen‘s über‘s Meer, bringen Tod und Verderb’n“
Da Bayer werd bliat’n, sofern er des ned duat vobiat‘n! A Frist is g‘setzt, davonrennen muast aufd‘letzt.
Da Moschei alloa siehg‘s, wes Wort er spricht! Des Gatter wo des G‘schloss hat g’hangen, er is hager.
Da Zug, er fohrt nach Nirgendwo. „Schlafaffenland“, wo ma fia nix, ois griagt?
Nur da Michel der des oi’s zoiht, werd‘s merken gar boid. Es is nacha nix mehr do, wo‘s an Himme hoit.
Es kimmt da Tag, wo end’n werd dei Kraft, ausgeh werd dir da Saft. Und wenn’st was sagst, verspott wirst und g‘hasst.
Da Woiddichter
„Des Liacht am End vom Tunnel“

 

„Des Liacht am End vom Tunnel“
Oft denkst dir, s‘ko nimma schlimma kemma. Und dennerst überfoit di dann wo‘s, des laßt di nimma los.
Hin und herg‘worfa bist, vosuachst des Beste zum macha. Danach tracht‘n, sich ned hänga laß‘n.
Is finster der Moment, kimmt oft a Huif vo da Tür nei‘grennt. Macht heller des Turbulent.
Hängt ned oiwei auf oa Seit’n, dass‘d moanst es is dei End. Oft schaut a Engal vom Firmament.“
Es is de Zeit wo sich dei Seele g‘freit. Sei g‘scheit, ned olle Leit san g‘feit. So mancher dir Hilfe leist.
Nimm mit de Kraft, de dir de Stund hat bracht. Blick nei in a neie Zeit, wo des Leid nachlasst.
Es gibt koa Gewähr, imma nur dir des Unheil anlast am Revers. Lauft ned oiwei oi‘s verkehrt.
Es gibt wo‘s, wo‘s an Himme hoit. Bist ned alloa auf dera Weijd. A wenn‘st oft denkst, da Ander de Zügel lenkt.
Da Woiddichter
„Brief an meine Enkelin Leonie, den ich vor gut einem Jahr geschrieben habe.“
„Höre mein Liebling, in Gedanken bin ich stet‘s bei Dir.“ Ich würde dich so gerne drücken, dir in die Augen schau‘n, jedoch die Zeit es nicht erlaubt. Aber glaube mir, und Gott ist mein Zeuge, es kommt wieder eine andere Zeit. Eine Zeit der Unbeschwertheit, eine sehr glückliche, freie Zeit. Wir werden diese Zeit leben, sie spüren in all ihren Gedanken, in all ihren Werken, mit all ihren Sinnen. Wir werden nicht wanken, uns nicht biegen lassen und einfach so zu lassen wie es ist. Wir wollen nur unsere Lieben an die Hand nehmen, sie begleiten auf allen ihren Wegen, nur das ist unser Bestreben. Den Zwang, wir werden ihn brechen, mit all uns zur Verfügung stehenden Mächten. Nicht mehr lang und dieses Werk des Bösen wird in sich zerbrechen. Wir werden es ihnen nicht mehr erlauben uns von unseren Liebsten zu trennen. Uns zu isolieren, uns weg sperren zu lassen aus Willkür. Ich will dir nur eines sagen, ein Wort, einen Satz, der tausend Wörter sagt:,, Ich liebe Dich!“
Dein Opa Maximilian!
Da Woiddichter
„Wunder sind Orakel, wo in der Seele die Ode der Freude entspringt“
„Wunder sind Orakel, wo in der Seele die Ode der Freude entspringt“
Wer nicht an Wunder glaubte, dessen Seele verging. Sie ging dorthin wo ihre Wiege stand. Aber die Wiege wurde verbannt.
Wunder passieren immer wieder. Sie zu begreifen erfordert in dir ein gütiges, reines Herz. Ein Herz dessen Liebe du nicht verwehrst.
Wunder geschehen, sie zu verstehen, mußt du dein Innerstes sehen. Gewogen der spirituellen Seite, wo die Zeit anders schreitet.
Gar oft gehst du blind durch deine Zeit. Nicht bereit, daß misericordiae dich heilt. Das Leuchten, das huschen, oft tust dich noch ducken.
Lass deiner Seele freien Lauf und schau, wo sie vor Freude frohlockt, wenn das Wunder anklopft. Die Ode der Freude in dir erhofft.
Da Woiddichter
„De Zeit nach da Zeit“

 

„De Zeit nach da Zeit“
De Zeit werd se beeil’n. A jede Plag geht vorbei. A kurze Weil, nach so langer Zeit. Is ja no ned ganz vorbei.
A guade, a goldene Zeit hoit’s für eich bereit. Nach’m Banklzuasperr’n, de Leit des Leb‘n wieder g‘freit.
G’wohnte Leb’n kehrt wieder z‘ruck, wo da Argwohn D‘leit hod untadruckt. Wieder ham’s eh’s vosuacht.
Schau in de Weijd wirst seh‘n, dass bei vui S’vertrauen fehlt. Nehmt‘s eh‘s in de Arm, de Zeit is ned vertan.
Gar vui san‘s g‘floss‘n de Zähr‘n. Miaß‘n erst wieder trocknen. De Freiheit in‘s Leb‘n z‘ruckkehrt.
Moch a Liacht, wo bei manch‘n no Finsternis is. I hoff, du nia ned vogisst, wer dir des Leid hat g‘stift.
Da Woiddichter
„Da jüngste Tag, wenn‘st ummegehst, und du dei Hoamat wieder sehg’st an dem Tag“

 

„Da jüngste Tag, wenn‘st ummegehst, und du dei Hoamat wieder sehg’st an dem Tag“
Wertvoll wer a liachte Seei hat, a Seei, wia a wertvoller Schatz. Wo da Mensch des guade G’miat nach auß‘n hin tragt.
De Weijd is verlog’n, ja verdorb’n, des Guade verlor‘n. Verdammt is de Seei, an Teife hat g‘schwor‘n.
Des Liacht vo dera Weijd, es duat de Finsternis erhellt. In da Friah wird’s hell, votreibt an Teife in’d Höll.
De spirituelle Weijd, da, wo da Jungbrunnen steht. Bist oid und betagt, krumm und bucklig hast di plagt, sitz eine und leg ab alle Plag.
S’leb’n hat di stet’s niederdruckt, jede Erinnerung in deinen Tränen suchst. Nur da Oane dir sagt, ob’st weiter geh‘n darfst.
Duast dich erinnern, wenn’st über de Regenbogenbruck’n gehst. Geh umme, find dein Glück, des neie Habitat dei Dasein versüßt.
Mach liacht an Geist, appelliere an dei Vernunft. Handle in da Zeit, und du duast as in Ewigkeit ned berei‘n.
Da Woiddichter
„A super Gaudi“

 

„A super Gaudi“
Iatz sitz i do wia b‘stellt, und ned abg‘hoit in dera Weijd.
Überoi sitzn‘s im Freundesbund, im familiärem Verbund.
So a Hoamatfest, es is ja schee, oba ned wenn ma Stund‘nlang alloa am Tische sitzt.
Koa oanzig‘s Wort mia über de Lipp‘n kommt, aussa i pramankelt diskret über oa Person.
Des Weda, ja is des ned herrlich schee? Da lasst sich aushoit‘n, dua do ned hoamgeh!
I denk, i kauf mia noch a Maß aus‘m kühlen Fass. Auf des andere is eh koa Verlass!
Wenn i de Leit so beobacht, wa i sitz do ganz alloa. So vui san‘s nimma wia no vor Jahr‘n.
Oba i mecht ned sag‘n, wo‘s fia Ursach‘n des hat, wenn ma D‘leit jahrelang unter da Kandare hat.
I kauf mia no a Maß, a kühles Nass. Lass runterrinnen de Kehl, solang no wo‘s drin is im Fass.
Da Woiddichter
„Oa Weijd“
Wo’s is los in unserm Land, da Scharlatanerie ham’s sämtliche Tür’n auf‘gmacht? Es is oi’s nur no in Despoten Hand?
Ja, des Geid regiert de Weijd. Vobrecha san im ganz’n Land! De Finanzmärkte san de Gewinner, des is ja allerhand?
Da „Rubel“ rollt für de Oana, de andern doan woana! De Parität vo de Groß‘n, koana des große Los hat zog‘n.
Oi’s in da „Oana Weijd“. Orbis Unum, Hand in Hand. An guad’n Mörtel, doch des Fundament fangt an zu bröckeln.
De Schatten werd’n nimmamehr weich’n. Vergleich des, wenn „3“ Leucht’n im Land ham de selb’n Macken.
Es werd denunziert, dass se de Balken biang. Oba de, de des Wort nach auss’n spricht, da 5 jährige in da Rhetorik bessa is.
Es is a Katz und Maus Spui. Jedoch de Maus ned aus sein Loch aussa geht. Katzenjammer, im Stillstand des Land vergeht.
Wenn des Herrschen moi werd zum Spui, und drau’s werd a Leidenschaft! Sei ohne Sorg, es is nia ned vom Herrgott g‘macht.
Da Wert von an Menschen, liegt in seiner Seele Kraft! De, und nur De, gibt eahm Rechenschaft über sei Doa. Beim Tag und bei da Nacht.
Da Woiddichter
„Und ewig währt da ungleiche Kampf“

 

„Und ewig währt da ungleiche Kampf“
Es soit ma ned oiwei an des denk‘n was ma ned hat, sondern an des wo’s ma hat.
Des, wo‘st nacha no griag’st, nimm‘s o, moch koa Drama draus, nix is verbürgt.
Und des, wo‘st nacha verlierst, dua ned lang nacheplärr‘n, lass ned zua, des oide dei Leb‘n auszehrt.
Wo‘s nimma is, kimmt a nimma! Kimmt wo’s nei’s, a ment is ja desmoi wo’s g‘scheit‘s?
Nimm‘s Leb’n leicht, nimm‘s o, a so wia‘s is. Sei g’scheit, und bi fia des Neie bereit.
Mach dia koan Kopf wo’s späda is, weil nia ned des is, wo’s ewig macht des G‘fries.
Lebe im Hier und Jetzt, und sei mit dem z‘fried’n, wos’d hast. Lass weg de ganze unsinnige Last.
Und ja, dua nia ned vergess’n, wer dir dei Hand g’hoit’n hat. Du g’suacht hast a bleibende Rast.
Da Woiddichter
„I mecht nix anders oi‘s a Waidler sein“

 

„I mecht nix anders oi‘s a Waidler sein“
Da Waidler, er geht nur ungern ausse aus’m Woid. Werd eahm D‘hoamat g‘nommen, no geht sei Seei aussa, und vosteckt se drauß’n im Woid.
Da Waidler, er is a oida Grantler. A Attribut des zu eahm gehört. Dass a se gern gesellt, des is wahr, wo eahm a jeder gern hört.
Da Waidler, a Urgewalt wia sei Woid. Gibst eahm an Schnupftabak, no werd er’n kost‘n, und damit sei Nas’n stopf‘n.
Da Waidler, er is a b’sonderner Menschenschlag, ned leicht zum datrag’n. Oba g‘winnst sei Herz, no werd er dir treu sein, a im Schmerz!
Da Waidler, trinkt gern sei hoibe Bier. Oan‘s mehr oda wenga, wer wui’s eahm vodenga. Oba oiwei bleibt a gesellig, a wenn‘s scho hell is.
Da Waidler, a jeder woaß, fleißig is a. A wenn’s is hart, bis zur Erschöpfung werkelt, Tag und Nacht. Tragt sein Lohn zum Leb‘n in sei Haus, damit Familie was hat.
Da Waidler und ja, sei Glaub‘n. Nix kann eahm erschüttern, a nia ned sei Seei. Ehrfurchtsvoll faltet er sei Hand, und schaut zum Herrgott nauf!
Da Waidler, er ko sei a grimmiger Mo, wennst eahm sei Ehr pack’st o! Dua de hüt’n, wennst as tan host. Er werd dich bannen so langst lebst. Des is dein ewig Los.
Da Waidler, drauss’n steht sei Woid. Is fia eahm de oanzige G‘woit, der er sich boigt. Des andere waar g‘long, und er vobong.
Da Woiddichter

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.