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Ein solcher LNG-Tanker heutiger Bauart, der verflüssigtes Erdgas aus den USA nach Europa bringt, hat ein Ladevolumen von bis zu 150.000 Kubikmetern.

Unter Berücksichtigung, dass 1 Kubikmeter Flüssiggas 600 Kubikmetern Erdgas entspricht, müssten pro Jahr 618 Tankschiffe nach Deutschland kommen, um die Lieferung von 55,6 Milliarden Kubikmetern Erdgas zu kompensieren, die wir z.B. 2019 aus Russland importiert haben.
Selbst bei den geplanten größeren Tankern mit 250.000 Kubikmetern Ladevolumen wären es immer noch 371 solcher Schiffe pro Jahr, also täglich eins. Da die Atlantikpassage eines LNG-Tankers inkl. Be- und Entladung ca. 22 Tage dauert, müssten mindestens eben so viele solcher Spezialschiffe nur für den Bedarf Deutschlands auf dem Atlantik hin- und herfahren.
Bei konventionellem Antrieb verbrennt ein Tankschiff auf einer Tour über den Atlantik hin und zurück ca. 4,8 Millionen Liter hochgiftiges Schweröl als Treibstoff.
Diese Menge entspricht dem Fassungsvermögen eines Güterzugs mit 81 Kesselwagen. Die heutigen LNG-Tankschiffe haben zumeist Dual-Fuel-Dieselmotoren, die wahlweise mit Gas (Boil-off Gas, was beim Verdampfen eines Teils der Ladung entsteht) oder mit Schweröl betrieben werden. Dies senkt den Verbrauch an Schweröl und die Schadstoffemissionen beträchtlich.
Reine Gasturbinen auf erdgasbetriebenen Schiffen stellen dagegen heutzutage eine Ausnahme dar, insbesondere in der Handelsschifffahrt.
Bei den obigen Ausführungen unberücksichtigt geblieben sind die immensen Kosten und Umweltbelastungen bei der Förderung und Verflüssigung von Fracking-Erdgas in den USA sowie der Fakt, dass Deutschland derzeit noch über kein einziges LNG-Terminal zur Entladung der Tankschiffe verfügt.
Diese müssen erst noch für viel Geld gebaut werden und zwar in sensiblen Bereichen der Nordseeküste.
Fazit: Hoch lebe die Umwelt!
(Quellen: Foto E.on-Ruhrgas/dpa, Zahlen: eigene Berechnungen aus im Internet verfügbaren Daten)
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